Am Sonntag steht das mit Spannung erwartete WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien an, und innerhalb der lateinamerikanischen Gemeinschaft sind überraschende Spannungen zu beobachten. Historische Rivalitäten und soziale Spannungen haben dazu geführt, dass viele Lateinamerikaner Spanien den Vorzug geben, obwohl traditionell Mannschaften aus der Region unterstützt werden. Diese Entwicklung wird von einer Flut von Memes, Witzen und Kritik begleitet, die deutlich machen, dass Argentinien in diesem Fall eine Ausnahme darstellt.
In Brasilien äußerte sich die Journalistin Julia Duailibi in ihrer Kolumne für O Globo, dass sie nicht hinter dem benachbarten Argentinien stehen werde, was ein Beispiel für die komplizierte Beziehung zwischen den Ländern darstellt. Ähnliche Stimmen sind auch in anderen Ländern der Region zu hören.
Die Vorbehalte gegenüber Argentinien reichen weit zurück und sind tief verwurzelt in der Geschichte der Region. Fußball ist hier mehr als nur ein Sport; er ist ein kulturelles und emotionales Bindeglied, das oft auch politische und soziale Spannungen widerspiegelt. Die Unterstützung für Spanien im kommenden Finale zeigt, dass diese Spannungen noch lange nicht überwunden sind.
Quellen: The Guardian – Americas, Buenos Aires Times