Sensationelle Fossilfunde im Thüringer Wald enthüllen frühe Spuren der Evolution

Im Thüringer Wald liefern paläontologische Ausgrabungen neue, bahnbrechende Einblicke in die Frühgeschichte des Lebens auf der Erde. Forschende haben dort versteinerte Überreste von sogenannten Ur-Sauriern und frühen Vorfahren der Säugetiere entdeckt, die bis zu 290 Millionen Jahre alt sein könnten. Die Funde stammen aus Gesteinsschichten, die vor der Zeit der Dinosaurier liegen – in der sogenannten Perm-Zeit.

Die Fossilien, darunter Zähne, Wirbel und teilweise komplette Skelettfragmente, deuten auf eine frühe Differenzierung zwischen Reptilien und Säugetier-Vorfahren hin. Besonders aufschlussreich ist ein gut erhaltener Schädel, der Merkmale beider Gruppen aufweist. „Dieser Fund könnte einen der frühesten evolutionären Übergänge dokumentieren“, erklärt ein Paläontologe der Universität Jena. „Er hilft uns zu verstehen, wie sich warmblütige Tiere von kaltblütigen Reptilien abzweigten.“

Die Fundstelle im nördlichen Thüringer Wald wird bereits seit Jahren systematisch untersucht. Die dort entstehende Fossil-Datenbank gilt als eine der wichtigsten in Mitteleuropa für die Erforschung der terrestrischen Evolution. Die aktuellen Entdeckungen könnten nicht nur Lehrbücher über die Evolution ergänzen, sondern auch die Bedeutung Thüringens als Zentrum der Paläontologie weiter stärken. Weitere Grabungskampagnen sind für den Herbst geplant.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 19.07.2026 12:24)