Malawi erwägt Steuererleichterungen für Fischzüchter zur Rettung der Fischbestände

Die malawische Regierung erwägt Steuer- und Zollbefreiungen für Investoren in der Käfigzucht von Fischen, um die schrumpfenden Wildfischbestände im See Malawi auszugleichen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Aquakultur als nachhaltige Alternative zu fördern und die Nahrungsmittelsicherheit im Land zu stärken, nachdem die natürlichen Fischbestände durch Überfischung und Umweltveränderungen stark zurückgegangen sind.

Lake Malawi, einer der wichtigsten Fischlieferanten in der Region, ist in den letzten Jahren durch industrielle und Kleinfischerei erheblich belastet worden. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung, was den Druck auf die verfügbaren Proteine erhöht. Die Regierung sieht in der Fischzucht eine zentrale Lösung, um sowohl die Ernährungslage zu stabilisieren als auch wirtschaftliche Chancen für lokale Unternehmer zu schaffen.

Experten begrüßen die geplanten Anreize, warnen aber vor unzureichender Regulierung. Ohne strenge ökologische Auflagen könnte die Expansion der Aquakultur neue Umweltprobleme verursachen, etwa durch Wasserverschmutzung oder den Einsatz nicht einheimischer Fischarten. Die Behörden betonen daher, dass die Förderung mit nachhaltigen Praktiken einhergehen müsse.

Quellen: Nyasa Times, AllAfrica – Business