Die tansanische Regierung verfolgt ehrgeizige Pläne, die westlich gelegene Stadt Kigoma zu einem zentralen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt für die Region zu entwickeln. Wie Verkehrsminister Professor Makame Mbarawa bekanntgab, fließen erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, um die strategische Lage Kigomas am Lake Tanganyika besser zu nutzen. Das Ziel sei es, die wirtschaftliche Vernetzung Tansanias mit Ländern Ost- und Zentralafrikas nachhaltig zu stärken.
Kigoma liegt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und bietet eine natürliche Verbindung zu wichtigen Binnenmärkten. Durch den Ausbau der Hafen- und Transportinfrastruktur soll die Region künftig nicht nur als Transitzone fungieren, sondern auch als Logistikzentrum für den regionalen Güterverkehr. Die Regierung der sechsten Phase unter Präsidentin Samia Suluhu Hassan sieht in diesen Investitionen einen Schlüssel zur wirtschaftlichen Diversifizierung und regionalen Integration.
Begleitet wird das Vorhaben von einer intensiven Modernisierung der Schienen- und Straßenanbindungen. Der Fortschritt beim Tabora-Kigoma-Streckenabschnitt der Standard Gauge Railway (SGR) ist dabei von besonderer Bedeutung, um eine nahtlose Verbindung zwischen den Binnenregionen und dem Hafen von Kigoma herzustellen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Tanzania, AllAfrica – Business