Tansania baut vier Frachtschiffe für den Seehandel mit der Demokratischen Republik Kongo

Tansania baut vier neue Frachtschiffe für den Einsatz auf dem Lake Tanganyika, um den grenzüberschreitenden Handel mit der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zu intensivieren. Wie Verkehrsminister Professor Makame Mbarawa in Kigoma erklärte, ist dieses Projekt Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung des maritimen Transportwesens in der Region. Die Schiffe sollen nicht nur die Handelskapazitäten erweitern, sondern auch die Anbindung benachbarter Länder an Tansanias Hafeninfrastruktur verbessern.

Der Lake Tanganyika bildet eine natürliche Grenze zwischen Tansania, der DR Kongo, Sambia und Burundi und gilt als strategisch wichtiger Wasserweg für den Warenverkehr im zentralafrikanischen Raum. Bisher sind die Transportkapazitäten auf dem See begrenzt, was den Austausch von Gütern wie landwirtschaftlichen Produkten, Baustoffen und Konsumgütern erschwert. Mit den neuen Schiffen soll diese Logistikhürde abgebaut werden, um den wirtschaftlichen Austausch mit der DR Kongo gezielt zu fördern.

Die tansanische Regierung sieht in der Entwicklung des Seeverkehrs einen Schlüssel zur wirtschaftlichen Integration Ost- und Zentralafrikas. Gleichzeitig laufen parallel dazu weitere Infrastrukturprojekte, darunter der Ausbau des Hafens in Kigoma und die Verlängerung der Standard Gauge Railway (SGR) bis an den See. Diese Maßnahmen sollen gemeinsam Kigoma zu einem zentralen Handelsknotenpunkt für die gesamte Region machen – mit direkten wirtschaftlichen Vorteilen auch für die östlichen Provinzen der DR Kongo.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Tanzania, AllAfrica – Business