Forscher des Interdisciplinary Consortium for Epidemic Research and Response (ICER) und weiterer Partnerinstitutionen haben eine bisher nicht dokumentierte Variante des Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) entdeckt, die mit dem aktuellen Ausbruch in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo (DRC) im Jahr 2026 in Verbindung steht. Die Studie, die im renommierten Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde, liefert wichtige genetische Einblicke in die Evolution und Übertragungsdynamik des Erregers.
Die neu identifizierte Variante, ein sogenannter „novel clade“, unterscheidet sich genetisch von früheren BDBV-Stämmen und könnte Erklärungen für die aktuelle Ausbreitungsdynamik liefern. Experten betonen, dass diese Erkenntnisse entscheidend für die Entwicklung gezielter Diagnoseverfahren, Impfstrategien und Eindämmungsmaßnahmen in zukünftigen Epidemien sein könnten. Die Forschung wurde durch Genomsequenzierungen vor Ort sowie internationale Zusammenarbeit zwischen ugandischen, kongolesischen und globalen Gesundheitsbehörden ermöglicht.
Der Bundibugyo-Ebolavirus ist eine seltene Form des Ebola-Virus, die erstmals 2007 in der ugandischen Stadt Bundibugyo nachgewiesen wurde. Obwohl weniger tödlich als der Zaire-Stamm, bleibt BDBV eine ernste öffentliche Gesundheitsbedrohung mit hohen Sterblichkeitsraten. Die Entdeckung der neuen Variante unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Surveillance und schneller Reaktionsmechanismen in anfälligen Regionen Ost- und Zentralafrikas.
Quellen: Nile Post, AllAfrica – Latest