Das neue Rechenzentrum auf der Ingelheimer Aue in Mainz, das bis 2028 errichtet werden soll, erhält auch eine eigene Notstromversorgung durch ein Gaskraftwerk. Wie aus Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht, wird die technische Infrastruktur so ausgelegt, dass der Betrieb auch bei Netzausfällen langfristig gesichert bleibt. Die Entscheidung unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für digitale Dienste in Rheinland-Pfalz und der gesamten Region.
Die Ingelheimer Aue gilt als eines der letzten großen innerstädtischen Entwicklungsareale Mainzs. Mit dem Bau des Rechenzentrums wird nicht nur die digitale Infrastruktur des Landes ausgebaut, sondern auch ein Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der Region geleistet. Die Notfallversorgung durch Erdgas ist unter aktuellen Sicherheits- und Versorgungsaspekten besonders relevant, da Rechenzentren eine hohe Verfügbarkeit erfordern – etwa für staatliche, medizinische oder kritische Unternehmensdaten.
Das Gaskraftwerk wird nach aktuellen Planungen dezentral am Standort errichtet und soll bei Stromausfällen automatisch einspringen. Zwar setzt die Landesregierung weiter auf erneuerbare Energien, doch für kritische Infrastrukturen wie Rechenzentren gelten besondere Anforderungen an Stabilität und Ausfallsicherheit. Die Nutzung von Gas als Brückentechnologie wird daher vorerst beibehalten, während langfristig auch alternative Notstromlösungen wie Wasserstoff oder Batteriespeicher geprüft werden.
Quellen: FAZ Online