Gabun und Frankreich unterzeichnen strategische Mangan-Vereinbarung

Der Staatsbesuch von Gabuns Präsident Brice Oligui Nguema in Frankreich ist mit der Unterzeichnung mehrerer bilateraler Abkommen gestartet. Bei einem Treffen am Montag im Élysée-Palast mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wurden drei strategische Vereinbarungen unterzeichnet, die die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern vertiefen sollen. Einer der zentralen Punkte ist eine vorläufige Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Mangan, einem für die Elektromobilität und erneuerbare Energien entscheidenden Rohstoff, von dem Gabun über bedeutende Vorkommen verfügt.

Stärkung der wirtschaftlichen Partnerschaft

Die neue Mangan-Vereinbarung zielt darauf ab, Investitionen in die Förderung und Verarbeitung des Rohstoffs in Gabun zu fördern, unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Standards. Frankreich strebt an, seine Versorgung mit strategischen Rohstoffen zu diversifizieren, während Gabun auf eine nachhaltige Entwicklung seiner Bergbauindustrie setzt. Die Zusammenarbeit könnte langfristig auch die industrielle Kapazitäten des zentralafrikanischen Landes stärken.

Politische Signalwirkung

Der Besuch markiert eine Annäherung zwischen Paris und Libreville in einer Zeit geopolitischer Umbrüche. Die Gespräche im Élysée-Palast unterstrichen den Willen beider Seiten, eine partnerschaftliche Beziehung jenseits traditioneller Einflusssphären zu etablieren. Diplomaten sehen in den Abkommen einen Schritt hin zu einer modernisierten afro-französischen Kooperation, die auf gemeinsamen Interessen in Wirtschaft, Klima und Sicherheit basiert.

Quellen: Africanews EN