Brittany Higgins, eine prominente Stimme im Kampf gegen sexuelle Gewalt, hat Pauline Hanson, die Anführerin der rechtsgerichteten One Nation-Partei, wegen ihrer Äußerungen zur häuslichen Gewalt angegriffen. In einem Radiointerview erklärte Hanson, dass Frauen, die unter Missbrauch leiden, nicht ‚hinnehmen sollten‘, was von vielen als eine herabwürdigende und beleidigende Sichtweise aufgefasst wird.
Higgins nannte Hansons Kommentare ‚abscheulich‘ und forderte ein Umdenken in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von häuslicher Gewalt. Die Diskussion hat in Australien eine breite Debatte über die Verantwortung der Gesellschaft und der Politik im Umgang mit solchen sensiblen Themen ausgelöst. Der Premier von New South Wales, Chris Minns, stellte fest, dass die Laborpartei in diesem Kontext gegen die wachsende Bedrohung durch One Nation ankämpfen müsse.
Die Äußerungen Hansons wurden von zahlreichen Advocacy-Gruppen und sozialen Medien scharf kritisiert, die darauf hinweisen, dass solche Aussagen das Stigma für Opfer von häuslicher Gewalt verstärken können. Die Debatte über die richtige Ansprache von häuslicher Gewalt bleibt ein zentrales Thema im politischen Diskurs Australiens.
Quellen: The Guardian, The Independent