Nigerianisches Parlament droht Behörden mit Sanktionen wegen falscher Investitionsbehörde

Der Ad-hoc-Ausschuss des nigerianischen Repräsentantenhauses, der die mutmaßliche Gründung und Aktivitäten des Presidential Foreign Investment Promotion Council (PFIPC) untersucht, hat mehrere Ministerien, Abteilungen und staatliche Einrichtungen (MDAs) scharf kritisiert, weil sie Vorladungen ignoriert haben. Der Ausschuss, der die Legitimität des PFIPC prüft, vermutet, dass es sich um eine nicht autorisierte oder gar betrügerische Organisation handeln könnte, die unter falscher Flagge Investoren ansprechen soll.

Die Ermittler haben allen ausstehenden Behörden eine letzte Frist gesetzt und sie aufgefordert, am Donnerstag mit den relevanten Beamten und Dokumenten vor dem Ausschuss zu erscheinen. Die anfängliche Weigerung, auf die Einladungen zu reagieren, wurde als Missachtung der parlamentarischen Autorität bezeichnet. Der Ausschuss drohte nun mit konkreten Sanktionen gegen die zuständigen Führungskräfte, falls die Compliance weiterhin ausbleibe.

Die Untersuchung wirft Fragen zur Transparenz staatlicher Institutionen auf, insbesondere im Bereich ausländischer Investitionen. Beobachter sehen darin einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Korruption und zur Stärkung der Rechenschaftspflicht in der Verwaltung. Die nigerianische Regierung hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business