Drohnenangriff auf Markt in Nord-Kordofan: Mindestens zwei Kinder getötet

Ein schwerer Drohnenangriff auf einen Markt in der Stadt Ar Rahad im sudanesischen Bundesstaat Nord-Kordofan hat am Montag eine Welle der Bestürzung ausgelöst. Wie das UN-Kinderhilfswerk Unicef berichtete, wurden bei dem Angriff mindestens zwei Kinder getötet und sechs weitere im Alter zwischen sechs und 14 Jahren verletzt. Zudem kamen vier Erwachsene ums Leben, mehr als 20 weitere Menschen wurden verletzt.

Der Angriff traf eine zivile, stark frequentierte Ortsmitte, was zu scharfer internationaler Kritik führte. Unicef äußerte tiefes Entsetzen über die Tötung und Verletzung von Kindern und forderte alle Konfliktparteien dazu auf, zivile Einrichtungen und Versammlungsorte zu schützen. Die genaue Identität der verantwortlichen Partei ist bisher nicht bekannt, doch die andauernden Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) haben in den letzten Monaten zahlreiche Zivilinfrastrukturen in ländlichen und städtischen Gebieten in Mitleidenschaft gezogen.

Die humanitäre Lage im Sudan bleibt äußerst prekär. Die Angriffe auf Zentren des täglichen Lebens, wie Märkte, Krankenhäuser und Schulen, verschärfen die ohnehin existenzielle Notlage der Zivilbevölkerung. Unicef warnte erneut vor einer dramatisch wachsenden Zahl an traumatisierten und verletzten Kindern, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Quellen: Unicef, AllAfrica