Die Antikorruptionsbehörde von Malawi (Anti-Corruption Bureau, ACB), die eigentlich zur Bekämpfung von Misswirtschaft eingerichtet wurde, gerät selbst in die Schusslinie. Aktuellen Berichten zufolge soll die Führung der ACB, darunter kommissarischer Direktor Gabriel Chembezi, gegen interne Vorschriften verstoßen haben, indem sie zusätzliche Treibstoffzuteilungen außerhalb der genehmigten Regelungen bezogen haben.
Gleichzeitig berichten Quellen, dass mehrere offizielle Fahrzeuge der Behörde stillgelegt sind, weil kein Geld für Wartung und Betrieb zur Verfügung steht. Dieser Widerspruch – Beamte profitieren von Sonderzuteilungen, während die Behörde selbst unterfinanziert ist – hat Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst und das Vertrauen in die Integrität der ACB erschüttert.
Die Vorwürfe wurden durch interne Dokumente und Aussagen von Informanten erhärtet, die mit dem Nachrichtenportal Nyasa Times gesprochen haben. Die ACB hat bislang nicht auf die Anschuldigungen reagiert. Die Entwicklung wird von Beobachtern kritisch verfolgt, besonders vor dem Hintergrund laufender Reformbemühungen im öffentlichen Sektor. Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, könnte dies weitreichende Konsequenzen für die Glaubwürdigkeit der Antikorruptionskampagne in Malawi haben.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa