Eichenprozessionsspinner-Plage: Strandbad Jungfernheide verliert Gerichtsprozess um schnellere Bekämpfung

Die Belastung durch den Eichenprozessionsspinner in Berlin nimmt weiter zu, besonders im Volkspark Jungfernheide, wo das dortige Strandbad massiv unter den gesundheitsgefährdenden Raupen leidet. Um eine schnellere und intensivere Bekämpfung der Schädlinge durchzusetzen, reichte das Strandbad eine Klage ein. Doch das Verwaltungsgericht Berlin wies die Forderung am Dienstag ab.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die bisherigen Maßnahmen der Stadt den behördlichen Vorgaben entsprächen und eine zusätzliche Bekämpfung nicht zwingend erforderlich sei. Das Strandbad argumentierte, dass die Präsenz der giftigen Raupen den Betrieb beeinträchtige und Besucher abschrecke. Zudem seien Allergie- und Atemwegsreaktionen bei Kindern und Erwachsenen vermehrt aufgetreten.

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den letzten Jahren in Berlin flächendeckend ausgebreitet. Die Stadt setzt auf regelmäßige Kontrollen und teilweise gezielte Bekämpfungsmaßnahmen, doch besonders in städtischen Parks und Erholungsgebieten stoßen diese oft an ihre Grenzen. Der Fall im Jungfernheide zeigt, wie infrastrukturelle und gesundheitliche Interessen aufeinanderprallen – und wie Behörden bei der Bewältigung der Plage an rechtliche und praktische Hürden stoßen.

Quellen: Der Tagesspiegel