Am Frankfurter Flughafen ist ein schwerer Drogenfund gelungen: Zollbeamte stellten 22 Kilo Kokain in einem Handgepäckstück sicher, das einem aus Südamerika eingereisten Passagier gehörte. Der Mann, der am Sonntag aus Bogotá eingetroffen war, wurde bereits am Flughafen festgenommen. Die Rauschgiftmenge hätte auf dem Schwarzmarkt einen Schätzwert von mehreren Millionen Euro.
Entscheidend für die Aufklärung war laut Angaben des Zolls das sogenannte PNR-Verfahren (Passenger Name Record). Dabei werden vorab Buchungsdaten von Flugreisenden ausgewertet, um verdächtige Muster zu erkennen. Das Verfahren, das in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert wird, ermöglichte es den Behörden, den Verdächtigen gezielt zu kontrollieren. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks fanden die Beamten die Drogen in einem versteckten Fach.
Die Frankfurter Zollfahndung betont, dass der Flughafen als internationaler Drehkreuz immer wieder Ziel für internationale Schmuggelrouten sei. Die enge Zusammenarbeit mit Europol und der Bundespolizei habe jedoch zu einer steigenden Erfolgsquote bei der Bekämpfung des Drogenhandels geführt. Ermittlungen zur Hintermänner des Schmuggelnetzwerks laufen weiter.
Quellen: FAZ Online