Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat im Juni 2026 eine großangelegte automatisierte Analyse von Online-Wohnungsportalen durchgeführt und dabei 2102 Inserate identifiziert, bei denen ein Verdacht auf Verstoß gegen die Mietpreisbremse besteht. Die betroffenen Vermieter wurden nun offiziell aufgefordert, die Miethöhe entsprechend anzupassen. Die Maßnahme ist Teil eines verstärkten Kontrollprogramms, das darauf abzielt, die Erschwinglichkeit von Wohnraum in der Hauptstadt langfristig zu sichern.
Die automatisierte Datenanalyse durchforstet regelmäßig Plattformen wie ImmobilienScout24, WG-Gesucht und Kleinanzeigenportale nach auffälligen Mustern – etwa bei der Angabe der Wohnfläche, der Ausstattungsklasse oder der Miethöhe im Vergleich zum ortsüblichen Niveau. Bei den 2102 beanstandeten Inseraten lag der durchschnittliche Mietpreis deutlich über der zulässigen Obergrenze, die sich aus dem Mietspiegel ergibt. Bei wiederholten oder schweren Verstößen drohen den Vermietern Bußgelder bis zu 500.000 Euro.
Die Behörde betont, dass die Aufforderung zur Mietanpassung kein rechtskräftiger Bescheid sei, aber der erste Schritt im Verwaltungsverfahren. „Wir wollen nicht nur ahnden, sondern auch informieren“, so ein Sprecher. Mieter, die eine verdächtige Anzeige entdecken, können diese über eine Onlineplattform melden. Die Kontrollen sollen weiter ausgebaut werden, um strukturelle Missstände im angespannten Wohnungsmarkt zu bekämpfen.
Quellen: Welt Online