Israelischer Mann wegen Spionage für Iran angeklagt

Die israelische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann aus Jerusalem erhoben, der verdächtigt wird, vertrauliche Informationen an einen iranischen Agenten weitergegeben zu haben. Der 47-jährige Moshe Lachovitz soll laut Anklageschrift Fotos von strategisch wichtigen Orten, darunter der Wohngegend des ehemaligen Premierministers Naftali Bennett in Ra’anana, gemacht und diese gegen Zahlungen in Kryptowährung übergeben haben.

Komplexe Spionageoperation

Die Ermittler gehen davon aus, dass Lachovitz über mehrere Monate hinweg mit dem iranischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat. Die Anklage wirft ihm vor, sich für seine Dienste mehrere Tausend Dollar in Bitcoin haben zahlen lassen.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen zwischen Israel und Iran. Experten warnen vor einer zunehmenden Professionalisierung iranischer Spionageoperationen, die sich auch gegen israelische Bürger richten.

Lachovitz bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt kündigte an, die Anklagepunkte in der Verhandlung anzugreifen. Bei einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten mehrere Jahre Haft.

Quellen: Times of Israel