Experte warnt vor mangelhafter Resozialisierung in malawischen Gefängnissen

In Malawi wächst die Besorgnis über die Effektivität von Strafvollzug und Resozialisierung, nachdem mehrere durch einen Präsidentschaftspardon freigelassene Häftlinge erneut wegen Straftaten aufgefallen sind. Ein führender Governance-Experte warnte nun, dass die bestehenden Rehabilitationsprogramme für Inhaftierte unzureichend seien und dringend verstärkt werden müssten, um die Wiedereingliederung ehemaliger Häftlinge in die Gesellschaft zu sichern.

Die derzeitigen Maßnahmen in den malawischen Gefängnissen umfassen nur begrenzte Bildungs- und Berufsausbildungsangebote. Laut dem Experten führt dies dazu, dass viele Gefangene nach der Entlassung aufgrund fehlender Fähigkeiten und sozialer Unterstützung erneut in Kriminalität abrutschen. „Ein Pardon ist kein Ende der Verantwortung – es muss ein Prozess der nachhaltigen Integration folgen“, betonte er in einer Stellungnahme.

Die malawische Regierung setzt seit Jahren auf groß angelegte Begnadigungen, oft anlässlich nationaler Feiertage. Doch ohne strukturierte Nachbetreuung und psychosoziale Unterstützung laufen Begnadigungen Gefahr, kontraproduktiv zu wirken. Internationale Partner wie die Vereinten Nationen und lokale Nichtregierungsorganisationen haben bereits Programme zur Unterstützung von Gefängnisreformen angeboten, die auf Bildung, psychologische Betreuung und berufliche Qualifizierung abzielen. Die Regierung erwägt nun, diese Initiativen stärker in die nationale Justizstrategie zu integrieren.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa