Mercedes-Benz droht US-Verkaufsverbot wegen chinesischer Beteiligungen

Die US-Regierung erwägt Schritte gegen Automobilhersteller, die von chinesischen Investoren kontrolliert oder maßgeblich beeinflusst werden. Dies betrifft auch Daimler Truck und möglicherweise den Mutterkonzern Mercedes-Benz Group aus Stuttgart. Wie ntv berichtet, könnte ein drohendes Verkaufsverbot in den USA die Exportstrategie des traditionsreichen Autobauers erheblich beeinträchtigen.

Die Initiative zielt darauf ab, nationale Sicherheitsinteressen im Transport- und Technologiebereich zu schützen. Hintergrund ist die wachsende Sorge in Washington, dass chinesische Firmen über Joint Ventures oder indirekte Beteiligungen Zugriff auf kritische Technologiedaten erhalten könnten. Obwohl Mercedes-Benz keine direkten chinesischen Eigentümer hat, bestehen Kooperationen und Lieferbeziehungen, die nun genauer geprüft werden.

Unterstützung für den Stuttgarter Hersteller kommt jedoch aus dem US-Senat: Zwei republikanische Senatoren haben sich öffentlich für eine Ausnahme eingesetzt und betont, dass europäische Premiumhersteller wie Mercedes nicht in die gleiche Kategorie wie staatlich kontrollierte chinesische Unternehmen gehörten. Dennoch bleibt die Lage angespannt – ein möglicher Boykott könnte Milliarden-Euro-Geschäfte gefährden und auch in Baden-Württemberg Arbeitsplätze betroffen machen.

Quellen: ntv – Nachrichten