Anlässlich der bevorstehenden orthodoxen Ostertage hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine vorübergehende Waffenruhe im Ukrainekrieg angeordnet. Die Feuerpause soll am Samstagnachmittag beginnen und bis Sonntagabend andauern, wie der Kreml mitteilte.
Ukraine zeigt sich skeptisch
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung. Er wies darauf hin, dass Russland ähnliche Waffenruhen in der Vergangenheit nicht eingehalten habe. Dennoch erklärte sich die Ukraine bereit, die Feuerpause zu respektieren. Selenskyj betonte jedoch, dass sein Land weiterhin das Recht auf Selbstverteidigung behalte.
Kritik von der Kirche
Die orthodoxe Kirche äußerte ebenfalls Kritik an der Ankündigung. Geistliche warfen dem Kreml vor, die religiösen Feiertage für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Im vergangenen Jahr war die Oster-Feuerpause von beiden Seiten mehrfach gebrochen worden.
Unterdessen gingen die Gefechte in der Ostukraine weiter. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, in den letzten Stunden vor der angekündigten Waffenruhe die Angriffe noch einmal intensiviert zu haben.
Quellen: Spiegel Online, FAZ Online, Welt Online, ZEIT Online, Politico Europe