Die in Berlin lebende argentinische Schriftstellerin Samanta Schweblin hat den neu geschaffenen Aena-Literaturpreis gewonnen, einen der höchstdotierten Literaturpreise Spaniens. Die mit einer Million Euro prämierte Auszeichnung wurde ihr für ihren Erzählband „Das gute Übel“ (Originaltitel: „Pájaros en la boca“) verliehen.
Debatte um Preiskriterien
Die Entscheidung sorgt in spanischen Literaturkreisen für Kontroversen. Kritiker fragen, warum ausgerechnet eine nicht-spanischsprachige Autorin den prestigeträchtigen Preis erhält, der von der spanischen Flughafenbetreibergesellschaft Aena gestiftet wurde. Unterstützer hingegen betonen die literarische Qualität von Schweblins Werk, das bereits für den Booker Prize nominiert war.
Schweblin, die seit Jahren in Berlin lebt, gilt als eine der wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur. Ihr preisgekröntes Werk „Das gute Übel“ erschien bereits 2009 auf Spanisch und wurde nun in einer überarbeiteten Fassung neu aufgelegt.
Quellen: FAZ Online