Am Samstag verwandelt sich die Berliner Innenstadt erneut in ein buntes Zentrum der Vielfalt: Die Christopher Street Day (CSD)-Parade setzt in diesem Jahr ein kraftvolles Zeichen für queere Rechte unter dem Motto „Haltung ist hot“. Trotz der festlichen Stimmung übt die Veranstaltung eine deutlich politische Dimension aus – Organisatoren sprechen offen von Angst und zunehmendem Druck auf die LGBTQ+-Community.
Die Sorge nährt sich vor allem aus den aktuellen Umfragewerten der AfD und einer gestiegenen Zahl rechtsextremer Gegenproteste. Bereits bei einem Auftaktkonzert mit der Rapperin Ikkimel wurden mutmaßliche Störer aus rechten Kreisen gestoppt. Die Organisatoren warnen: Die Freiheit, offen queer zu leben, sei keineswegs selbstverständlich, sondern müsse täglich neu verteidigt werden.
Die Parade endet traditionell am Brandenburger Tor, wo in diesem Jahr unter anderem Sängerin Sarah Connor ein Abschlusskonzert geben soll. Bei der Anreise ist allerdings mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen – die S-Bahn fällt an diesem Wochenende im Kernbereich der Stadt aus, was die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erheblich erschwert.
Trotz der Herausforderungen wollen die Veranstalter die Feierlichkeit nutzen, um Solidarität zu stärken und ein klares Bekenntnis gegen Diskriminierung und Intoleranz zu setzen. Die Berliner Stadtgesellschaft zeigt sich auch in diesem Jahr vielfältig und entschlossen – sowohl in den Reihen der Teilnehmenden als auch in der breiten Unterstützung aus Politik und Kultur.
Quellen: Welt Online, Der Tagesspiegel