Sächsische Landwirte setzen verstärkt auf Soja, Erbsen und Quinoa

Angesichts zunehmender Trockenheit und extremen Wetterlagen passen sächsische Landwirte ihre Anbaumethoden an. Sojabohnen, Erbsen und Quinoa gewinnen dabei an Bedeutung, da sie besser mit den klimatischen Veränderungen zurechtkommen als viele herkömmliche Kulturpflanzen. Besonders in der Lausitz und im westlichen Sachsen dehnen Betriebe ihre Anbauflächen für Soja kontinuierlich aus.

Sojabohnen sind nicht nur witterungsresistenter, sondern auch eine wertvolle Eiweißquelle für die Lebensmittelindustrie und Tierfutterproduktion. Gleichzeitig reduzieren sie den Bedarf an Kunstdünger, da sie Stickstoff aus der Luft binden können. Dies macht sie ökologisch und ökonomisch attraktiv. Auch Erbsen und Quinoa erweisen sich als robuste Alternativen, die sich gut in Fruchtfolgen integrieren lassen.

Die sächsische Landesregierung unterstützt diese Umstellung durch Beratungsprogramme und Förderungen im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen. Laut Experten des Landwirtschaftsamtes Chemnitz könnte die regionale Produktion pflanzlicher Proteine langfristig die Abhängigkeit von Importen verringern. Gleichzeitig profitiert die Bodenqualität von der vielfältigeren Fruchtfolge, was die langfristige Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen sichert.

Quellen: MDR – Nachrichten