Terroranschlag beim CSD in Berlin: Innenminister Dobrindt stuft Bluttat als islamistischen Anschlag ein

Beim Christopher Street Day in Berlin ist es am Samstag zu einem schweren Anschlag gekommen, bei dem ein Mensch getötet und mindestens 29 weitere verletzt wurden. Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) handelt es sich um einen islamistischen Terroranschlag. Der mutmaßliche Täter habe zunächst mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge im Bereich des Tiergartens gerast und anschließend mit einer Machete Passanten attackiert.

Die Tat ereignete sich am Rande der CSD-Parade, die friedlich und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen verlaufen war. Laut Berliner Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wurde die eigentliche CSD-Strecke nicht direkt getroffen, doch in den umliegenden Straßen des Regierungsviertels hielten sich zahlreiche Besucher nach der Parade auf. Der Verdächtige steht weiter unter Fahndung, die Bundespolizei hat eine bundesweite Suche eingeleitet.

Dobrindt betonte in einer Pressekonferenz, dass alle Hinweise auf eine islamistisch motivierte Tat hindeuten. „Dies war kein Einzeltäter-Phänomen ohne Hintergrund, sondern ein vorsätzlich geplanter, ideologisch motivierter Angriff“, so der Minister. Auch die Bundesregierung verurteilte die Tat scharf. Politiker aller Parteien äußerten Entsetzen – unter anderem nannten sie die Tat „abscheulich“ und „eine Attacke auf die Freiheit unserer Gesellschaft“.

Quellen: ARD Tagesschau – Inland, Der Tagesspiegel, Welt Online, ntv – Nachrichten