Gedenken am Brandenburger Tor: Hunderte trauern nach CSD-Anschlag

Am Abend des Anschlags auf den Christopher Street Day haben Hunderte Menschen spontan eine Mahnwache am Brandenburger Tor organisiert. Unter dem Motto „Hass ist tödlich“ versammelten sich Trauernde, Aktivisten und Passanten, um gemeinsam der getöteten Frau und den Verletzten zu gedenken. Viele brachten Blumen, Kerzen und Plakate mit, auf denen Slogans wie „Liebe statt Hass“ und „Wir lassen uns nicht einschüchtern“ zu lesen waren.

Die Stimmung war von tiefer Betroffenheit geprägt. „Dieser Tag war eigentlich ein Fest der Vielfalt und der Freiheit. Doch nun trauern wir um eine Frau, die nur dafür lebte, wer sie ist“, sagte eine Rednerin über ein mobiles Mikrofon. Die Polizei hielt sich im Hintergrund, um den friedlichen Charakter der Kundgebung nicht zu stören. Auch Vertreter der Berliner Landesregierung und LGBTQ+-Organisationen waren vor Ort.

Die Mahnwache wurde auch von anderen deutschen Städten unterstützt: In Frankfurt fand zeitgleich eine Solidaritätskundgebung statt, wie die FAZ berichtet. Die Welle der Anteilnahme zeigt, wie sehr der Anschlag die Gesellschaft erschüttert hat – nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Land. Die Organisatoren betonten: „Die Liebe wird gewinnen – aber wir brauchen jetzt Schutz, Sicherheit und politisches Handeln.“

Quellen: Der Tagesspiegel, FAZ Online