Brandenburg bekommt seine erste universitäre Zahnklinik – ein Meilenstein im Kampf gegen den Ärztemangel in der Region. Das neue medizinische Zentrum entsteht in einem umgebauten E-Werk in Brandenburg an der Havel und wird ab August Patienten mit komplexen zahnmedizinischen Befunden behandeln. Bisher mussten solche Fälle oft nach Berlin überwiesen werden, was für viele Patienten eine hohe Belastung darstellte.
Die Klinik wird von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) betrieben und soll nicht nur die Versorgung vor Ort verbessern, sondern auch als Lehr- und Forschungsstandort dienen. „Mit dieser Klinik schaffen wir eine wichtige Infrastruktur, um junge Fachkräfte zu gewinnen und zu halten“, erklärte ein Sprecher der BTU. Die Behandlungsschwerpunkte liegen auf oralchirurgischen Eingriffen, implantologischer Versorgung und der Behandlung von Patienten mit krankheitsbedingten Komplikationen.
Der Umbau des historischen E-Werks ist zugleich ein Beispiel für die wirtschaftliche und soziale Aufwertung brachliegender Industrieareale. Die neue Klinik wird rund 50 Arbeitsplätze schaffen und eng mit niedergelassenen Zahnärzten in der Region kooperieren. Langfristig soll das Modell als Blaupause für weitere medizinische Versorgungszentren in strukturschwachen Gebieten Brandenburgs dienen.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 26.07.2026 11:52)