Armenien hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Transformation in den Einstellungen gegenüber der LGBTQ-Community erlebt, insbesondere im Kontext des Krieges in der Ukraine. Vor etwa einem Jahrzehnt wurde ein queerer Club in Jerewan mit einer Brandbombe angegriffen, doch heute ist die Hauptstadt Zeuge einer lebendigen und kreativen Underground-Drag-Szene. Diese Entwicklung ist jedoch nicht ohne Risiken; viele Drag Queens berichten von Diskriminierung, Gewalt und sogar Morddrohungen.
Trotz der Gefahren ziehen es viele Drag-Künstler vor, für ihre Kunst zu kämpfen und ihre Stimmen in der Öffentlichkeit zu erheben. Die Drag-Events ziehen Hunderte von Zuschauern an, was zeigt, dass es ein starkes Interesse an dieser Kunstform gibt. Dennoch bleibt die Realität für viele Drag Queens hart, da sie oft mit Polizeirazzien rechnen müssen und von ihren Familien abgelehnt werden.
Die gesellschaftliche Akzeptanz in Armenien ist weiterhin ein schwieriges Thema, und die Drag-Szene ist oft das Ziel von Vorurteilen und Angriffe. Dennoch sind diese Künstler entschlossen, ihre Identität zu feiern und sich für die Rechte der LGBTQ-Community einzusetzen, auch wenn sie dabei ihr Leben riskieren.
Quellen: France 24