Möglicher Tornado hinterlässt Schneise der Verwüstung in Glückstadt

Ein mutmaßlicher Tornado hat am Sonntagabend in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Glückstadt eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mehrere Dutzend Gebäude wurden nach ersten Schätzungen beschädigt, darunter mindestens 50 nach Angaben der örtlichen Behörden. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Trümmer über Straßen und Gärten verstreut. Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks rückten in der Nacht zu Rettungs- und Aufräumarbeiten aus.

Die Stadt leitete die Evakuierung mehrerer Anwohner ein, da einige Wohngebäude als einsturzgefährdet eingestuft wurden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand schwer, mehrere leicht Verletzte wurden ambulant behandelt. Die genaue Wetterlage wird nun durch das Deutsche Wetterdienst (DWD) analysiert, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen Tornado oder um ein extrem starkes Gewitter mit Böen bis zu Orkanstärke handelte.

Parallel zu dem Ereignis in Glückstadt sorgte Starkregen in anderen südlichen Landesteilen Schleswig-Holsteins für Verkehrsbehinderungen, überflutete Straßen und kleinere Unfälle. Die Schäden in der Region werden auf eine sechs- bis siebenstellige Summe geschätzt. Die Landesregierung kündigte an, die betroffenen Kommunen bei der Schadensbewältigung zu unterstützen.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel