Inmitten der angespannten Stimmung nach dem Anschlag auf den Christopher-Street-Day-Umzug in Berlin haben rund 400 Menschen in Erfurt an die Opfer erinnert. Auf dem Willy-Brandt-Platz fand am Sonntagmorgen eine Gedenkveranstaltung statt, organisiert vom Bündnis der Thüringer CSD-Organisatoren. Die Teilnehmenden zeigten Flagge für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.
Redner*innen betonten, dass der Angriff in Berlin nicht nur ein Verbrechen gegen die LGBTQ+-Community sei, sondern ein Angriff auf die demokratischen Grundwerte. Gleichzeitig warnten sie davor, die Tragödie für politische Zwecke zu missbrauchen. „Wir trauern, aber wir lassen uns nicht spalten“, hieß es in einer der Ansprachen. Viele Besucher brachten Blumen, Kerzen und Regenbogenfahnen mit.
Die Stimmung war ernst, aber solidarisch. Die Polizei begleitete die Mahnwache ohne besondere Vorkommnisse. Mit der Kundgebung setzte Thüringen ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit der queeren Gemeinschaft in Berlin und über die Landesgrenzen hinaus.
Quellen: MDR – Nachrichten