Somalia verstärkt diplomatische Bande mit Ägypten und Eritrea im regionalen Machtkonflikt

Im Horn von Afrika zeichnet sich eine zunehmend polarisierte geopolitische Lage ab, in der Somalia eine Schlüsselrolle einnimmt. Laut einem Bericht von The Africa Report vom 27. Juli 2026 nähert sich Somalia strategisch enger an ein Bündnis mit Ägypten und Eritrea an, das sich offenbar gegen die Einflussnahme Äthiopiens in der Region richtet. Diese Dreierachse könnte eine Reaktion auf die jüngste Partnerschaft zwischen Äthiopien, Somaliland und Israel darstellen, die im März 2024 mit einem umstrittenen Hafennutzungsabkommen begann.

Regionale Spaltung unter internationalem Druck

Die neu entstehende Allianz zwischen Ägypten, Eritrea und Somalia wird von Beobachtern als direkte Konteraktion zur wachsenden Isolierung Äthiopiens gesehen – doch umgekehrt wird nun auch Somalia zunehmend in die Mitte eines diplomatischen Konflikts gerückt. Die US-Regierung unter Präsident Trump sieht sich dabei in einer Zerreißprobe: Einerseits verfolgt Washington traditionell engen Kontakt zu Äthiopien, andererseits gewinnt die Achse um Kairo und Asmara an strategischer Bedeutung – insbesondere durch den Einfluss von Massad Boulos, einem Berater mit enger Verbindung zum Trump-Team.

Die Region steht vor einer Zuspitzung, da die Anerkennung Somalilands durch Äthiopien weiterhin von Mogadischu als Verstoß gegen die nationale Souveränität betrachtet wird. Die neue Bündnisbildung könnte nicht nur bilaterale Spannungen verschärfen, sondern auch die Stabilität im gesamten Horn von Afrika gefährden.

Quellen: The Africa Report