In Potsdam haben am Abend Tausende Menschen im Rahmen einer spontanen Trauerkundgebung den Opfern des islamistischen Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day gedacht. Die Veranstaltung fand auf dem historischen Marktplatz vor dem Rathaus statt und war von großer emotionaler Intensität geprägt.
Der Potsdamer Wolfgang Weber rührte die Menge mit einer eindringlichen Rede zu Tränen. „Haltet euch gegenseitig!“, rief er in die Menge und appellierte an die Gesellschaft, in Zeiten der Angst zusammenzustehen. Zugleich kritisierte er Bundeskanzler Merz für dessen bisherige Haltung zu innerer Sicherheit und Integration. „Wir dürfen Angst nicht mit Repression beantworten, sondern mit Menschlichkeit“, so Weber.
Die Gedenkveranstaltung wurde von Bürgerinitiativen, LGBTQ+-Gruppen und lokalen Kirchen organisiert. Viele Teilnehmer trugen Regenbogenfahnen oder hielten Kerzen in den Händen. Die Polizei beobachtete die Lage diskret, hielt sich aber im Hintergrund. Die Stimmung war friedlich, von Trauer und Solidarität geprägt.
Quellen: Der Tagesspiegel