Kenia: Parlament ruft Ministerin Miano wegen Bomas-Neubau-Projekt vor

Der Senatausschuss für Straßen, Verkehr und Wohnungsbau in Kenia hat Tourismus- und Wildschutzministerin Rebecca Miano offiziell vorgeladen, um zur geplanten Umgestaltung des Bomas International Convention Complex (BICC) Stellung zu nehmen. Die Anhörung ist für den 4. August 2026 angesetzt. Hintergrund ist die zunehmende öffentliche und parlamentarische Besorgnis über die Transparenz, die Kostenstruktur und die Notwendigkeit des millionenschweren Wiederaufbauprojekts.

Das BICC, einst als kulturelles Zentrum und Veranstaltungsort bekannt, soll zu einem modernen internationalen Tagungskomplex ausgebaut werden. Kritiker befürchten jedoch, dass das Projekt ohne ausreichende öffentliche Konsultation und detaillierte Kostenschätzungen vorangetrieben wird. Der Ausschuss verlangt nun Klarheit über die Finanzierungsquellen, den Nutzen für die Bevölkerung sowie die Rolle des Ministeriums bei der Vergabe von Aufträgen.

Die Einladung an die Ministerin unterstreicht die wachsende Rolle des Parlaments bei der Kontrolle großer Infrastrukturprojekte im Land. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechenschaftspflicht, gerade bei Vorhaben, die mit öffentlichen Mitteln finanziert werden. Die Anhörung könnte entscheidende Aufschlüsse über die Zukunft des BICC-Projekts liefern und möglicherweise dessen Ausführung beeinflussen.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya