Keiko Fujimori hat das Amt der Präsidentin von Peru übernommen und damit eine Phase politischer Unsicherheit beendet, die das Land in den letzten Jahren geprägt hat. Ihre Vereidigung fand vor dem peruanischen Kongress statt, wobei der Anlass gleichzeitig das Jubiläum der Unabhängigkeit des Landes markierte. Die Zeremonie verlief jedoch nicht ohne Spannungen, da zahlreiche Bürger in Lima gegen ihre Präsidentschaft protestierten.
Fujimori, die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, hat versprochen, mit harter Hand gegen die weit verbreitete Kriminalität im Land vorzugehen. Sie plant, das Militär in von Kriminalität besonders betroffenen Regionen einzusetzen und die Polizei zu stärken. Diese Maßnahmen sollen helfen, die anhaltende Welle der Gewalt, Erpressung und illegalen Aktivitäten einzudämmen.
Die Ankündigung stieß auf gemischte Reaktionen. Während einige Bürger die Pläne begrüßen und hoffen, dass sie zu mehr Sicherheit im Land führen, befürchten Kritiker eine Rückkehr zu den autoritären Methoden ihres Vaters. In ihrer Rede betonte Fujimori jedoch, dass ihre Regierung sich strikt an die demokratischen Prinzipien halten werde.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen in Peru mit Interesse, insbesondere aufgrund der bilateralen Gespräche, die Fujimori bereits mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei geführt hat. Beide Länder haben vereinbart, ihre wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu intensivieren.
Quellen: Al Jazeera English, Mercopress, France 24, ZEIT Online