Im Bundesstaat Plateau im Zentrum Nigerias breitet sich eine Cholera-Epidemie aus: Wie offizielle Angaben zufolge vom Gesundheitsamt des Bundesstaates bekannt gegeben wurde, wurden bisher 441 Verdachtsfälle registriert, bei denen 14 Menschen verstarben. Die meisten Fälle wurden in den Landkreisen Mangu, Jos North, Jos South und Barkin Ladi gemeldet. Die Behörden warnen vor mangelhafter Wasserversorgung und unzureichender Hygiene, die zur schnellen Ausbreitung der bakteriellen Infektion beitragen.
Sicherheitslage verschärft sich in Kaduna
Parallel dazu hat ein gewaltsamer Angriff im benachbarten Bundesstaat Kaduna mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. Die Student Organisation of Kafanchan and Environs (SOKAPU) berichtete in einem offenen Brief an den Polizeikommissar des Bundesstaates von einer dramatisch verschlechterten Sicherheitslage in ländlichen und landwirtschaftlichen Gemeinden. Die genauen Umstände des Übergriffs sowie die Identität der Täter sind noch unklar, doch ähnliche Angriffe in der Vergangenheit wurden oft bewaffneten Hirtenmilizen oder unbekannten Bewaffneten zugeschrieben.
Humanitäre und Sicherheitskrise andauernd
Die Doppelschlag von Krankheitsausbruch und Gewalt unterstreicht die anhaltenden strukturellen Krisen in Teilen Nigerias. Während der Norden weiter unter islamistischer Gewalt und interethnischer Gewalt leidet, kämpfen zentrale Bundesstaaten mit prekären Gesundheitssystemen und unzureichendem staatlichem Schutz. Hilfsorganisationen fordern dringend humanitäre Unterstützung und bessere Präventionsmaßnahmen, um weitere Todesfälle zu verhindern.
Quellen: Premium Times Nigeria, AllAfrica – West Africa