Kinshasa: Initiative „Die Nacht hat ihre eigene Realität“ unterstützt benachteiligte Kinder durch Kunst

Seit drei Jahren bereisen Sarah Ndele und ihre Mitstreiter die ärmeren Stadtteile von Kinshasa, um Kindern durch Kunst neue Hoffnung und Perspektiven zu schenken. Ihre Initiative „Butu nde Makambu“ – übersetzt „Die Nacht hat ihre eigene Realität“ – setzt sich dafür ein, benachteiligte Jugendliche kulturell zu fördern und ihnen durch kreative Ausdrucksformen eine Stimme zu geben.

Die Gruppe organisiert regelmäßig Workshops und Straßenaktionen, bei denen Kinder Musik, Tanz, Malerei und Theater kennenlernen. Viele der beteiligten Jugendlichen leben auf der Straße oder stammen aus extrem einkommensschwachen Familien. Für sie bietet das Projekt nicht nur künstlerische Betätigung, sondern auch ein Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit in der oft harschen Großstadtwelt der kongolesischen Hauptstadt.

„Die Nacht ist für viele dieser Kinder die Zeit des Überlebens, aber auch der Unsicherheit“, sagt Ndele. „Wir wollen ihnen zeigen, dass auch in der Dunkelheit Schönheit und Kreativität entstehen können.“ Die Initiative hat inzwischen Aufmerksamkeit in lokalen Kulturszenen gewonnen und arbeitet mit kleinen Galerien und Theatergruppen zusammen, um die Werke der Kinder öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

Langfristig strebt die Gruppe eine feste Begegnungsstätte an, wo Kinder regelmäßig an künstlerischen Programmen teilnehmen können. Bis dahin setzen Ndele und ihr Team auf mobilität und Nähe – direkt dort, wo die Kinder leben: in den Straßen, Gassen und Hinterhöfen von Kinshasa.

Quellen: Africanews EN