Wasserkrise in Brandenburg: SPD-Ministerin fordert höhere Preise zur Ressourcenschonung

Angesichts zunehmender Dürreperioden und sinkender Grundwasserspiegel hat Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) einen drastischen Kurswechsel im Umgang mit Trinkwasser gefordert. In einem Interview betont sie: „Wir behandeln Wasser immer noch zu sehr als unerschöpfliche Ressource. Das ist falsch – und das müssen wir mit klaren Signalen ändern.“

Ein zentraler Vorschlag der Ministerin ist die Anhebung der Wasserpreise. Mittelstädt argumentiert, dass Wasser derzeit zu günstig sei und dadurch Verschwendung begünstigt werde. „Ein realistischerer Preis würde nicht nur sparsameren Verbrauch fördern, sondern auch Mittel für Infrastrukturinvestitionen freisetzen“, so Mittelstädt. Insbesondere im Osten des Landes seien Wasseraufbereitung und -verteilung durch die sandigen Böden besonders aufwendig.

Die Diskussion kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Nach meteorologischen Daten weist Brandenburg seit Monaten unterdurchschnittliche Niederschläge auf. In mehreren Regionen gelten bereits Bewässerungsverbote. Experten befürchten langfristige Schäden an Mooren und Wäldern. Die Ministerin kündigt an, gemeinsam mit Kommunen und Wasserversorgern Konzepte für eine nachhaltigere Nutzung auszuarbeiten – auch unter Einbezug wirtschaftlicher Anreize.

Quellen: Welt Online