Ruanda unterzeichnet AU-Konvention zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt

Ruanda hat einen wichtigen Schritt im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt unternommen, indem es die Konvention der Afrikanischen Union (AU) zum Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen unterzeichnet hat. Die Unterzeichnung macht Ruanda zum neunten Mitgliedstaat der AU, der dem wegweisenden Vertrag beigetreten ist, der darauf abzielt, strukturelle, rechtliche und soziale Mechanismen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen auf dem Kontinent zu stärken.

Die Konvention gilt als eines der umfassendsten rechtlichen Rahmenwerke zur Bekämpfung von Frauen- und Mädchenrechtsverletzungen in Afrika. Sie verpflichtet Unterzeichnerstaaten, nationale Gesetze anzupassen, Opferschutzsysteme auszubauen und Präventionsprogramme zu fördern. Ruanda, das in den vergangenen Jahren bereits Vorreiter bei der Förderung von Geschlechtergleichstellung war – unter anderem durch eine der höchsten Frauenquoten im Parlament weltweit –, unterstreicht mit diesem Schritt erneut sein Engagement für die Menschenrechte.

Regierungsvertreter betonten, dass die Unterzeichnung nicht nur symbolisch sei, sondern mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung einhergehen werde. Dazu gehören die Stärkung von Justizbehörden, die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für den Schutz von Frauenrechten einsetzen.

Quellen: AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – East Africa