Uganda mischt im globalen Wettlauf um grünen Wasserstoff mit. Wie am 29. Juli 2026 bekannt wurde, strebt das Land an, seine Vorteile bei erneuerbaren Energien – insbesondere Wasserkraft und Sonnenenergie – in eine neue industrielle Wachstumsstrategie zu überführen. Grüner Wasserstoff, der mithilfe von Elektrolyse und Ökostrom aus Wasser gewonnen wird, gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung schwerer Industrien wie Stahl, Chemie und Luftfahrt.
Der ugandische Staat positioniert sich damit als ambitionierter Akteur in der globalen Energiewende. Bisherige Energieprojekte, darunter große Wasserkraftwerke wie das am Viktoriasee gelegene Karuma-Projekt, liefern eine stabile Grundlage für die Produktion von Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen. Diese Infrastruktur soll nun auch für die Elektrolyse genutzt werden, um sauberen Wasserstoff für den Export und die heimische Industrie bereitzustellen.
Experten sehen in Ugandas Engagement ein strategisches Signal, die Wirtschaft durch grüne Technologien zu diversifizieren. Der Einstieg in die grüne Wasserstoffwirtschaft könnte Investitionen anziehen, Arbeitsplätze schaffen und Uganda eine Vorreiterrolle in Ostafrika sichern. Internationale Partner und Entwicklungsorganisationen beobachten das Vorhaben aufmerksam, da es ein Modell für andere afrikanische Länder darstellen könnte, die über reichhaltige erneuerbare Ressourcen verfügen.
Quellen: Independent (Kampala)