Stellantis streicht weitere 650 Ingenieurs-Jobs bei Opel – Italien profitiert

Der Stellantis-Konzern setzt seinen Stellenabbau bei Opel in Deutschland fort. Wie die Welt berichtet, werden im Opel-Zentrallabor in Rüsselsheim weitere 650 Ingenieursstellen gestrichen. Von einst 7000 Arbeitsplätzen bleiben damit nur noch etwa 1000 übrig.

Verlagerung nach Italien

Besonders brisant: Parallel zu den Kürzungen in Deutschland baut Stellantis seine Entwicklungsstandorte in anderen Ländern aus – darunter Italien, Frankreich und die USA. Der Konzern bestätigte, dass die wegfallenden Jobs teilweise an diesen Standorten neu geschaffen werden.

In Italien profitiert vor allem der Fiat-Mutterkonzern von der Umstrukturierung. Die Verlagerung von Know-how aus Deutschland sorgt regelmäßig für politischen Unmut. Wirtschaftsexperten sehen darin eine langfristige Strategie, die Entwicklungskapazitäten in kostengünstigere Länder zu verlagern.

Standort Deutschland geschwächt

Mit der Schließung des Rüsselsheimer Zentrallabors verliert der deutsche Automobilstandort weiter an Bedeutung. Opel-Chef Florian Huettl betonte zwar, man bleibe „ein wichtiger Teil des Stellantis-Konzerns“. Kritiker sehen jedoch eine systematische Ausdünnung der deutschen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Die IG Metall kündigte scharfen Widerstand gegen die Pläne an. Die Gewerkschaft fordert einen Stopp der Stellenstreichungen und warnt vor einem Kompetenzverlust in der deutschen Autoindustrie.

Quellen: Welt Online