In Hamburg hat der spektakuläre Transport der neuen Sternbrücke begonnen. Das 108 Meter lange und 3700 Tonnen schwere Brückenteil, errichtet als Ersatz für die hundert Jahre alte Eisenbahnbrücke in Altona, verließ am Dienstag seinen Montageplatz und macht sich auf den mehrere Tage dauernden Weg zu seinem endgültigen Standort. Ein Großprojekt, das weite Teile des Stadtteils Sternschanze erfasst – nicht ohne Widerstand.
Die neue Brücke ist Teil der umfangreichen Bahninfrastruktur-Modernisierung im Hamburger Westen. Für den Transport wurde ein spezieller Schwerlasttransport mit mehreren hundert Rädern eingesetzt, der das riesige Stahlkonstrukt Schritt für Schritt durch enge Straßen bugsiert. Das erste Teilstück der Route wurde erfolgreich absolviert. Am Donnerstag steht die nächste Herausforderung an: die Passage durch besonders dicht bebauten Bereich des Szeneviertels.
Die Bauarbeiten und der Transport lösen seit Monaten heftige Kritik aus. Mehrere Clubs, Bars und kulturelle Einrichtungen mussten für den Neubau weichen. Anwohner und Aktivisten beklagen, dass das kulturelle Leben im Viertel unter dem Großprojekt leidet. Proteste fanden bereits statt, doch die Stadt und die Deutsche Bahn verfolgen den Plan konsequent weiter. Der Betrieb auf der neuen Brücke soll 2027 aufgenommen werden.
Quellen: ntv – Nachrichten, FAZ Online, Spiegel Online – Schlagzeilen, Welt Online