Während die Temperaturen in Brandenburg weiter steigen, wächst die Sorge um obdachlose Menschen. Hilfsorganisationen in Potsdam und anderen Städten warnen, dass die extreme Hitze lebensbedrohlich sein kann für Menschen, die auf der Straße leben. „Viele schlafen unter Brücken, in Parks oder auf Bahnhofstoiletten – Orte, die tagsüber zur Hitzefalle werden“, sagt eine Sprecherin der Tafel Potsdam.
Die Hilfsdienste rufen die Bevölkerung dazu auf, Wasserflaschen bereitzustellen und kühle Orte wie Bibliotheken oder Einkaufszentren für Obdachlose zugänglicher zu machen. Gleichzeitig fordern sie von der Landesregierung temporäre Abkühlzentren, vergleichbar mit Winter-Sammelunterkünften. „Hitze ist kein Kavaliersdelikt. Bei über 35 Grad kann es innerhalb von Stunden zu Dehydrierung und Kreislaufkollaps kommen“, betont die Sozialarbeiterin.
Bisher hat die Landesregierung keine flächendeckenden Maßnahmen angekündigt, obwohl die Zahl der Hitzetage in Brandenburg in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Die Hilfsorganisationen befürchten, dass bei anhaltenden Temperaturen über 38 Grad die Situation eskalieren könnte – besonders in dicht bebauten Stadtgebieten mit wenig Schatten und Grünflächen.
Quellen: Der Tagesspiegel