Communities in den ölproduzierenden Regionen Nigerias, insbesondere in den Bundesstaaten Akwa Ibom und Bayelsa, leiden weiterhin unter schweren Umweltauswirkungen durch Gasflares und unsachgemäße Ölförderung. Eine neue Untersuchung enthüllt, dass die anhaltende Praxis des Gasableitens – bei der Methan und andere giftige Gase in die Atmosphäre entweichen – nicht nur das Klima belastet, sondern auch die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zerstört.
In Dörfern nahe Ölanlagen berichten Einwohner von verschwundenem Fischbestand, kontaminiertem Trinkwasser und einer Zunahme von Atemwegserkrankungen. Besonders alarmierend sei die Beobachtung, dass Regenwasser in der Region schwarze Rückstände hinterlasse – ein Hinweis auf atmosphärische Verschmutzung durch Ruß und Schadstoffe aus den Flares.
Trotz wiederholter Versprechen seitens der Regulierungsbehörden und der Ölkonzerne bleibt die Umsetzung von Maßnahmen aus, um das sogenannte ‚gas flaring‘ zu beenden. Nigeria gehört weltweit zu den größten Produzenten von Methanemissionen durch diese Praxis. Die Untersuchung wirft der zuständigen National Oil and Gas Regulatory Authority (NUPRC) vor, unzureichend zu kontrollieren und Verstöße systematisch zu ignorieren.
Lokale Aktivisten fordern nun stärkere Strafen für Ölgesellschaften und eine Umstellung auf Gasnutzung statt Verbrennung. Gleichzeitig mahnen sie eine bessere medizinische Versorgung und Umweltüberwachung in den betroffenen Gebieten an.
Quellen: Premium Times Nigeria