Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat eine unabhängige und umfassende Untersuchung zu den Umständen des Todes von mindestens 19 malischen Soldaten gefordert. Diese seien bei einem Einsatz im Norden des Landes offenbar nach ihrer Kapitulation von bewaffneten Gruppen hingerichtet worden, berichtete Amnesty am Donnerstag. Die Organisation spricht von möglichen Kriegsverbrechen und fordert die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die verantwortlichen Parteien auszuüben.
Der Vorfall ereignete sich in einer Region Malis, die weiterhin von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Streitkräften, verbündeten Milizen und islamistischen Rebellen geprägt ist. Obwohl die genauen Umstände noch nicht vollständig geklärt sind, deuten Zeugenaussagen und vorläufige Berichte darauf hin, dass die Soldaten sich bereits ergeben hatten, als sie getötet wurden. Solche Handlungen verstoßen klar gegen das internationale humanitäre Völkerrecht.
Amnesty fordert die Einsetzung eines unabhängigen Untersuchungsgremiums unter Beteiligung internationaler Experten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Gleichzeitig warnt die Organisation davor, dass die Eskalation der Gewalt und die systematische Missachtung der Menschenrechte das Vertrauen der Zivilbevölkerung in staatliche Institutionen weiter untergraben.
Quellen: Africanews EN