Erleichterung in Lesotho nach Auslaufen US-Zölle

Die Wirtschaft von Lesotho atmet auf: Ab dem 29. Juli 2026 können Waren aus dem südafrikanischen Binnenstaat wieder zollfrei in die Vereinigten Staaten exportiert werden. Die vorübergehend erhobenen US-Zölle sind mit Wirkung zum Dienstag ausgelaufen, was in dem stark exportabhängigen Land für Erleichterung sorgt.

Die Textilindustrie, die einen erheblichen Teil der Exporte und Arbeitsplätze in Lesotho ausmacht, war durch die Zollerhöhung besonders stark unter Druck geraten. Tausende Beschäftigte in Fabriken, vor allem in der Hauptstadt Maseru und deren Umgebung, hatten in den letzten Monaten mit Unsicherheit über ihre Arbeitsplätze leben müssen. Die Wiederaufnahme des zollfreien Zugangs zum US-Markt stärkt nun die Position lokaler Hersteller und bietet Planungssicherheit für die Zukunft.

Lesotho profitiert seit Jahren vom African Growth and Opportunity Act (AGOA), das Entwicklungsländern in Subsahara-Afrika präferenziellen Zugang zum US-Markt gewährt. Die temporäre Zollerhöhung hatte zu Befürchtungen geführt, dass Lesotho seine Vorteile verlieren könnte. Nun kehrt jedoch wieder Normalität ein – zumindest vorerst. Branchenexperten betonen, dass langfristige Stabilität für Investitionen und Arbeitsplatzsicherung entscheidend sei.

Die Regierung von Lesotho begrüßte die Entwicklung und kündigte an, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie weiterzuentwickeln, um auch künftigen wirtschaftlichen Schwankungen besser begegnen zu können.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business