Die wichtige Grenzverbindung zwischen Adré im östlichen Tschad und El Geneina in der sudanesischen Region West-Darfur ist seit dem 28. Juli gesperrt. Die Schließung erfolgte nach Angaben lokaler Quellen und Augenzeugen, nachdem die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) zwei Händler festgenommen hatten. Die Straße, die als lebenswichtige Versorgungsroute für Nahrungsmittel, Medikamente und humanitäre Hilfsgüter dient, ist damit vorerst unpassierbar.
Die Festnahmen ereigneten sich zu einem Zeitpunkt, da die Sicherheitslage im westlichen Sudan weiter instabil bleibt. Die RSF, die im Zuge des andauernden Konflikts im Sudan eine zentrale Rolle spielt, wird wiederholt schwerer Menschenrechtsverletzungen beschuldigt. Die Blockade der Grenzroute trifft vor allem Zivilisten, darunter zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene, die auf den Handel angewiesen sind, um zu überleben.
Die Schließung verstärkt die ohnehin prekäre humanitäre Lage in der Region. Hilfsorganisationen warnen vor Versorgungsknappheit und einer weiteren Verschärfung der Krise. Der Tschad, der bereits Hunderttausende sudanesische Flüchtlinge aufgenommen hat, steht vor wachsenden Herausforderungen. Internationale Akteure rufen zu einer Deeskalation und zur Wiedereröffnung der Grenze auf, um die lebensnotwendige Versorgung nicht weiter zu gefährden.
Quellen: AllAfrica – East Africa