Der kap-verdische Nationaltorhüter Vozinha, bürgerlich Josimar José Évora Dias, könnte seinen berühmten Spitznamen in seiner neuen fußballerischen Heimat Chile nicht mehr offiziell nutzen. Wie die chilenische Profifußball-Liga vorschreibt, müssen Spieler bei Wettkämpfen ihren offiziellen Familiennamen tragen – was bedeutet, dass der weltweit als „Vozinha“ bekannte Keeper stattdessen als „Dias“ auflaufen müsste.
Vozinha, der für seine exzellente Leistung im Tor des kap-verdischen Nationalteams sowie bei internationalen Klubstationen bekannt ist, wechselte kürzlich zum traditionsreichen chilenischen Erstligisten Colo-Colo. Die Regelung der Liga, die den Gebrauch von offiziellen Dokumentennamen vorschreibt, stößt jedoch auf internationale Aufmerksamkeit – besonders weil der Spitzname „Vozinha“ (zu Deutsch: „Stimmchen“) mittlerweile integraler Bestandteil seiner öffentlichen Identität ist.
Der Fall wirft Fragen über kulturelle Unterschiede in der Sportadministration auf. Während in vielen afrikanischen und europäischen Ligen Spitznamen auf Trikots üblich sind, bleibt Chile hier strikt. Ob Colo-Colo eine Ausnahmeregelung beantragen wird oder ob Vozinha sich an den neuen Regelapparat anpassen muss, ist noch unklar.
Quellen: Africanews EN