Marokko benennt Highway nach Trump – Symbolakt in der Westsahara-Debatte

Marokko hat nach Angaben der Al Jazeera eine neue Fernstraße zwischen Tiznit und Dakhla im südlichen Teil des umstrittenen Westsahara-Gebiets nach Donald Trump benannt. Die Geste wird als symbolische Anerkennung für Trumps Entscheidung im Jahr 2020 interpretiert, die marokkanische Souveränität über die Westsahara anzuerkennen – ein Schritt, der damals Teil der sogenannten Abraham-Abkommen war und international umstritten blieb.

Die neue Trump-Straße ist Teil einer umfassenden Infrastrukturinitiative Marokkos, die darauf abzielt, die wirtschaftliche und politische Integration der Westsahara zu stärken. Kritiker sehen darin jedoch eine weitere Eskalation im langjährigen Konflikt um die Region, die von der Polisario-Front und vielen UN-Mitgliedstaaten als besetztes Gebiet angesehen wird. Die Benennung könnte als diplomatischer Appell an künftige US-Regierungen verstanden werden, die marokkanische Position weiterhin zu unterstützen.

Die Westsahara steht seit Jahrzehnten unter marokkanischer de facto-Kontrolle, obwohl die Unabhängigkeitsbewegung der Polisario-Front und die Afrikanische Union eine Volksabstimmung über die Selbstbestimmung fordern. Die Nennung einer zentralen Verkehrsroute nach Trump unterstreicht Marokkos Strategie, durch symbolische und infrastrukturelle Maßnahmen die eigene Präsenz in der Region zu verankern – auch im Hinblick auf die anstehenden internationalen Verhandlungen.

Quellen: Al Jazeera English