Die südafrikanische Sängerin Tyla hat ihr für Anfang August geplantes Konzert in Nigeria abgesagt, nachdem eine breite Protestwelle im westafrikanischen Land ausbrach. Wie der BBC-Africa-Bericht vom 31. Juli 2026 berichtet, hatte eine Petition Tausende Nigerianer mobilisiert, die die Absage der Auftritts forderten – als Reaktion auf wiederholte anti-migrantenfeindliche Ausschreitungen gegen nigerianische Staatsbürger in Südafrika.
Die Empörung in Nigeria richtete sich insbesondere gegen die mangelnde staatliche Reaktion der südafrikanischen Regierung auf Gewaltakte und rassistisch motivierte Übergriffe, die in den vergangenen Monaten mehrfach Schlagzeilen machten. So waren bereits in früheren Jahren ähnliche Vorwürfe laut geworden, nachdem es zu Pogromen gegen ausländische Geschäftsleute kam, darunter auch viele aus Westafrika stammende Unternehmer.
Tylas Management bestätigte die Streichung des Lagos-Datums ihrer Welttournee nicht offiziell mit direktem Bezug zur Petition, doch Beobachter sehen einen klaren Zusammenhang. Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Sensibilität internationaler Künstler gegenüber politischen und sozialen Spannungen in ihren Gastländern. Gleichzeitig verdeutlicht sie, wie kulturelle Botschafter:innen zunehmend in diplomatische Spannungen hineingezogen werden.
Quellen: BBC News – Africa