Ghana erwartet drastischen Einbruch der Kakaoproduktion

Ghana, das zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt, sieht sich mit einem erheblichen Einbruch seiner Kakaoproduktion konfrontiert. Laut aktuellen Prognosen könnte die Ernte der kommenden Saison um mindestens 16 Prozent hinter den Vorjahren zurückbleiben. Verantwortlich dafür seien extreme Wetterbedingungen sowie der Befall durch Krankheiten und Schädlinge, die die Kakaobäume schwer beschädigen.

Die schlechten Erträge stellen eine massive Herausforderung für die ghanaische Landwirtschaft dar, da die Kakaowirtschaft zentraler Bestandteil der Volkswirtschaft ist und Tausende Kleinbauern direkt davon abhängen. Die Behörden warnen, dass sich die Krise auf die Exporteinnahmen auswirken und die Preise auf dem internationalen Markt beeinflussen könnte.

Experten fordern verstärkte Unterstützung für die Landwirte, etwa durch den Zugang zu widerstandsfähigeren Pflanzsorten, bessere Bewässerungssysteme und Schulungen im Pflanzenschutz. Gleichzeitig wird befürchtet, dass sich die Auswirkungen der Klimakrise zunehmend negativ auf die landwirtschaftliche Produktivität im Land auswirken.

Die Prognose unterstreicht die wachsende Verwundbarkeit Ghanas gegenüber klimatischen und ökologischen Veränderungen – ein Trend, der auch andere Kakaoproduzenten in Westafrika betrifft.

Quellen: Africanews EN, AllAfrica – Ghana