Zwickau: Polizei greift bei CSD-Mahnwache nach rechtsextremem Zwischenfall ein

In Zwickau ist es am Donnerstagabend zu einem Vorfall gekommen, als sich rund 150 Menschen an der Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin beteiligten. Die friedliche Veranstaltung wurde von einem einzelnen Mann gestört, der rechtsextreme Parolen skandierte und Plakate mit homophober Symbolik zeigte. Die Polizei griff unverzüglich ein und nahm den 34-Jährigen wegen Volksverhetzung und Hausfriedensbruch vor Ort fest.

Der Mann, der laut Polizeiangaben bereits polizeibekannt ist, hatte sich in unmittelbarer Nähe des Versammlungsorts am Theaterplatz postiert. Trotz mehrfacher Aufforderung, die Störung einzustellen, setzte er seine Provokation fort. Die Beamten trennten ihn von der Mahnwache, ohne dass es zu körperlichen Auseinandersetzungen kam. Die Gedenkveranstaltung konnte danach in ruhiger Atmosphäre fortgesetzt werden.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten Trauer über den Vorfall, betonten aber zugleich die Bedeutung solcher Zeichen der Solidarität. Vertreter der Stadt und der Polizei lobten das friedliche Auftreten der Versammlung und verwiesen auf die klare Linie gegen jede Form von Hass und Diskriminierung. Der Beschuldigte muss nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Quellen: MDR – Nachrichten