In Algerien hat ein schweres Verkehrsunfall am Frestagmorgen zu einer der tödlichsten Buskatastrophen des Landes in den letzten Jahren geführt. Ein Reisebus geriet nahe der Küstenstadt Boumerdes, östlich der Hauptstadt Algier, außer Kontrolle, verließ die Straße und stürzte in eine tiefe Schlucht. Nach Angaben mehrerer Nachrichtenquellen sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder, und mindestens 44 weitere wurden verletzt.
Die genaue Unfallursache ist bisher unklar. Ermittler vor Ort prüfen, ob technischer Defekt, menschliches Versagen oder widrige Wetterbedingungen zum Unglück beigetragen haben. Die Region, in der der Unfall geschah, ist für ihre kurvigen Bergstraßen bekannt, die bei Regen oder schlechter Sicht besonders gefährlich sein können. Rettungskräfte benötigten mehrere Stunden, um die Verletzten aus den Trümmern zu bergen, da die Unfallstelle schwer zugänglich war.
Algerische Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet und Trauerbekundungen ausgesprochen. Die Regierung kündigte an, die Sicherheitsstandards im öffentlichen Personennahverkehr überprüfen zu lassen, nachdem in den vergangenen Jahren wiederholt schwere Busunfälle das Land erschüttert haben. Verkehrssicherheit bleibt ein drängendes Thema in Algerien, wo viele Fahrzeuge veraltet sind und Strecken schlecht ausgebaut.
Nationale Trauer nach Tragödie
Die Katastrophe löste landesweite Betroffenheit aus. In sozialen Netzwerken verbreiteten Nutzer:innen Trauermeldungen und forderten bessere Kontrollen im Busverkehr. Die Staatsmedien berichteten in Dauerschleife über das Unglück und würdigten die Arbeit der Rettungsteams. Die Opfer stammten laut vorläufigen Angaben aus verschiedenen Regionen des Landes und befanden sich auf einer Fernfahrt.
Quellen: Al Jazeera English, Africanews EN